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Hilfsmittel nach Bedarf

Wir fragen nach dem Alltag – nicht nach dem Katalog.

17 Alltagssituationen aus unserer Bedarfsklärung. Jede Empfehlung leiten wir aus einem konkreten Problem ab – das ist die Grundlage für Verordnung und Kostenvoranschlag. Kommt Ihnen eine davon bei einem Kunden bekannt vor? Dann lohnt sich ein Termin.

01Gehen & Unterwegs

Der Gang wird unsicherer

Woran man es merktOhne Stock oder Rollator fühlt sich das Gehen unsicher an – oder es wird spürbar unsicherer.

Was in Frage kommt

  • Gehstock, anatomisch (links / rechts)
  • Unterarmgehstützen mit Softgriff
  • Reziprokes Gehgestell
  • Gehgestell, starr
02Gehen & Unterwegs

Längere Strecken sind zu anstrengend

Woran man es merktMit dem Rollator reicht die Kraft nur für kurze Wege – wir fragen nach, wie viele Meter ohne Pause gelingen.

Was in Frage kommt

  • Leichtgewicht-Rollstuhl
  • Antidekubitus-Sitzkissen
  • Anatomische Rückenschale / -kissen
  • Greifreifenüberzüge
  • Speichenschutz
  • Schiebehilfe – nimmt der Begleitperson Kraft ab
  • Restkraftunterstützender Antrieb als Zusatz zum Rollstuhl
03Wohnung & Zugang

Stufen oder Treppe zur Wohnung

Woran man es merktZwischen Hauseingang und Wohnbereich liegen eine Stufe oder eine Treppe.

Was in Frage kommt

  • Zweiter Rollator / Indoor-Rollator
  • Koffer-Rampe
  • Teleskop-Rampen (300 cm)
  • Treppensteighilfe – am Rollstuhl oder mit festem Sitz
  • Treppenlift
04Wohnung & Zugang

Balkon oder Terrasse

Woran man es merktDer Weg nach draußen endet an einer Schwelle oder Kante.

Was in Frage kommt

  • Rampe mit Schwenkteil – bleibt draußen liegen, das Schwenkteil wird beim Öffnen der Terrassentür über die Schwelle geklappt
  • Koffer-Rampe

Hinweis Diese Rampe ist oft der einzige Weg aus dem Haus: Wenn der Gartenweg zur Straße hin flach abfällt, der Hauseingang vorne aber drei oder vier Stufen hat – wie bei vielen Einfamilienhäusern – führt der Ausgang über die Terrasse.

05Wohnung & Zugang

Türschwellen & kleine Hindernisse

Woran man es merktSchwellen im Wohnbereich bremsen Rollator oder Rollstuhl aus.

Was in Frage kommt

  • Türkeil – in sieben Höhen: 1,1 / 2,2 / 3,3 / 4,4 / 5,5 / 6,6 und 7 cm

Hinweis Entscheidend ist die Höhe der Schwelle. Wir messen vor Ort – lieber der passende Keil als ein Provisorium.

06Wohnung & Zugang

Etwas vom Boden aufheben

Woran man es merktBücken fällt schwer oder ist mit Sturzgefahr verbunden.

Was in Frage kommt

  • Greifzange
07Wohnung & Zugang

Strümpfe anziehen

Woran man es merktDas Anziehen ärztlich verordneter Strümpfe gelingt allein kaum noch.

Was in Frage kommt

  • Strumpfanziehhilfe
  • Strumpfanziehhilfe, weit
  • Strumpfanziehhilfe, weit & lang
08Aufstehen & Transfer

Aufstehen von Sofa oder Sessel

Woran man es merktDas Hochkommen aus dem Sitzen kostet sichtbar Kraft.

Was in Frage kommt

  • Katapultsitz
  • Aufstehhilfe (z. B. Etac Turner)
  • Drehscheibe
  • Hebegurt, auch mit Beingurt
09Aufstehen & Transfer

Aufstehen aus dem Bett

Woran man es merktEin- und Aussteigen aus dem Bett wird zur Kraftprobe.

Was in Frage kommt

  • Einlegerahmen (bei Ehebett mit Platz für Untergestell)
  • Pflegebett
  • Bettgriff

Hinweis Pflegebett: besonders, wenn ein Pflegedienst betreut oder ein eigener Raum vorgesehen ist.

10Aufstehen & Transfer

Kleine Positionskorrekturen im Bett

Woran man es merktHochrutschen oder Umlagern gelingt nicht mehr allein.

Was in Frage kommt

  • Bettgalgen, freistehend
  • Gleitmatte
11Bad & WC

Aufstehen vom WC

Woran man es merktDas Hinsetzen und Aufstehen auf der Toilette fällt schwer.

Was in Frage kommt

  • Toilettensitzerhöhung, auch mit Armlehnen
  • Stützklappgriff
  • Toiletten-Stützgestell
  • Toilettenlift mit Akku
12Bad & WC

Langes Stehen in der Dusche

Woran man es merktBeim Duschen kommt Unsicherheit auf, wenn es länger dauert.

Was in Frage kommt

  • Duschhocker, rund oder mit Armlehnen
  • Duschstuhl mit Armlehnen, auch faltbar
  • Duschklappsitz
  • Dusch- / Toiletten-Rollstuhl
  • Haltegriff
  • Boden-Decken-Stange
13Bad & WC

Ein- und Ausstieg an der Badewanne

Woran man es merktDer Wannenrand ist zur Hürde geworden.

Was in Frage kommt

  • Badewannenbrett mit Dreh- & Übersetzhilfe
  • Badewannen-Einhängesitz, auch mit Rückenlehne
  • Badewannen-Drehsitz
  • Badewannenlift
  • Badewannen-Randgriff
  • Haltegriff / Boden-Decken-Stange
14Bett & Nacht

Schmerzen oder Druckstellen beim Liegen

Woran man es merktDie jetzige Matratze verursacht Schmerzen oder es zeigen sich bereits wunde Stellen.

Was in Frage kommt

  • Antidekubitus-Matratze, Schaumstoff
  • Antidekubitus-Matratze, Wechseldrucksystem
15Bett & Nacht

Der nächtliche Weg zum WC

Woran man es merktBesonders nachts erscheint der Weg zur Toilette zu weit.

Was in Frage kommt

  • Toilettenstuhl
  • Toilettenstuhl, fahrbar
16Bett & Nacht

Essen, Medikamente & Geräte am Bett

Woran man es merktMahlzeiten oder Medikamente werden im Bett eingenommen – oder ein Gerät wie ein Schlafapnoe-Gerät braucht Platz am Nachttisch.

Was in Frage kommt

  • Beistelltisch
  • Beistelltisch mit geteilter Tischplatte
17Atmung

Atemnot unter Belastung

Woran man es merktEs liegt eine COPD-Diagnose vor oder das Atmen fällt unter Belastung extrem schwer.

Was in Frage kommt

  • Sauerstoffkonzentrator, stationär
  • Sauerstoffkonzentrator, mobil
01

Bedarfsklärung

Rund eine Stunde beim Kunden zuhause: Diagnosen, Gehfähigkeit, Wohnsituation, Alltag.

02

Rezepte anfordern

Wir bestellen die Verordnungen beim Hausarzt und – falls vorhanden – bei Fachärzten wie Orthopädie oder Neurologie.

03

Kostenvoranschlag

Wir reichen Rezepte und Kostenvoranschlag bei der Kranken- bzw. Pflegekasse ein und halten Sie auf dem Laufenden.

Welche Hilfsmittel im Einzelfall passen, ergibt sich erst in der Bedarfsklärung. Verordnet werden sie ärztlich, über die Kostenübernahme entscheidet die Kranken- bzw. Pflegekasse.

Treppenlift – wenn die Treppe der letzte Weg ist

Wohnumfeldverbessernde Maßnahme, kein Rezept.

Ein Treppenlift wird nicht ärztlich verordnet. Er läuft als wohnumfeldverbessernde Maßnahme und ist bei Pflegegrad 1–5 über die Pflegekasse bezuschussbar – bis zu 4.180 € je Maßnahme, auf Antrag. Wir prüfen bei der Bedarfsklärung Treppenverlauf, Türbreiten und Platz am Treppenfuß und vermitteln einen Fachbetrieb für Treppenlifte.

  1. Bedarfsklärung vor Ort – auch für die Treppe
  2. Vermittlung an einen Fachbetrieb
  3. Aufmaß und Angebot durch den Partner
  4. Wir unterstützen beim Antrag bei der Pflegekasse

Mehr zur Wohnraumanpassung und zum Hausnotruf finden Sie auf der Startseite.

Passt eine dieser Situationen zu Ihrem Kunden?